Trenntrafo

Wie schon im letzten Blogpost angekündigt soll in meinen Shack endlich mal ein Trenntrafo einziehen. Ein Trenntrafo wird genutzt um an Geräten mit Netzspannung zu arbeiten. Dieser „trennt“ den Erdbezug der Außenleiter und gibt 230V~ Netzspannung aus.Dadurch hat man am offenen Gerät keinen Erdbezug mehr und die Gefahr  eines elektrischen Schlages ist nicht mehr direkt gegeben. Nur wenn man den Stromkreis zwischen den beiden 230V~ Kontakten über den Körper schließt besteht Gefahr. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen das direkt mit 230V~ Netzspannung gearbeitet und ein solches Gerät nur von einer Elektrofachkraft gebaut bzw. nach dem Aufbau durch eine solche kontrolliert werden soll!

Nun aber weiter im Text. Das ATX-Netzteilgehäuse habe ich erst einmal mit einem Fake-Dremel bearbeitet und die notwendigen Öffnungen für die Steckdose und den Schalter eingebracht.Leider sind meine mechanischen Künste nicht so besonders was man insbesondere an der Öffnung für den Schalter sieht.

Die paar Bohrungen für den Sicherungshalter, Ringkern und Betriebsspannungsanzeige nicht vergessen. Dazu noch nicht benötigte Öffnungen mit geeigneten Material schließen. Dann kann das Gehäuse erst einmal etwas Farbe bekommen.

  Während die Farbe trocknet kann die Unterputzsteckdose von unnötigen Ballast befreit werden.

Ein paar Kannen Kaffee später kommen erst einmal die Bauteile für die Frontplatte rein. Da der Ausschnitt für den Netzschalter etwas verunglückt ist wird er mit ordentlich Heißkleber vollgeloddert und fixiert.

Dann dürfen der Ringkerntrafo und die Netzbuchse Platz nehmen. Ich habe die originale Netzbuchse vom Netzteil wiederverwendet weil 95% meiner Geräte hier über Kaltgerätestecker verfügen und die Kabel hier anscheinend in irgendeinem Schubfach immer nachwachsen ;.) . Dann habe ich mit der Verdrahtung begonnen.

Für den Lüfter und die Netzspannungsanzeige habe ich so ein China-Miniaturnetzteil, die hier anscheinend auch irgendwo wachsen, eingebaut.

Dem 5V- Kreis habe ich parallel zum Ringkern geschaltet. Das zeigt zwar nicht an ob die 230V~ an der Steckdose anliegen aber es reicht das zu wissen. Noch ein paar Kabelbinder, dann sieht das schon gut aus.

Nicht mit Schrumpfschlauch sparen, es geht schon sehr eng zu.

Heißkleber ist mein Freund 😉 . Ein kurzer Testlauf…passt.

Also die Kiste zu und das Wunderwerk bestaunen.

In den nächsten Tagen werde ich im QRL noch die elektrischen Parameter überprüfen und dann kann das Gerät hier genutzt werden.

73 de Nico

 

Schreibe einen Kommentar